Young unlimited 2003

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Von „Null Bock“ keine Spur
„Young unlimited“- Jugendprojekttag in Brannenburg großer Erfolg
 
Text/Fotos: Rapp
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„Jugendliche engagieren sich für Jugendliche“ hieß der Leitsatz eines großen, außergewöhnlichen Projektnachmittags am 6. Juni in Brannenburg. Außergewöhnlich vor allem deshalb, weil die von rund 300 Kindern und Jugendlichen besuchte Veranstaltung zum einen bewies, dass sich Jugendliche unheimlich engagiert und kreativ füreinander einsetzen, wenn man ihnen die richtigen Möglichkeiten dazu bietet. Zum anderen gelang es hier vorbildlich, die zahlreichen Abteilungen aller Ortsvereine, der Kirchen und die Schulen gruppenübergreifend für eine gemeinsame Sache zu gewinnen.
Das Ziel der mit „young unlimited“ betitelten Veranstaltung, die von Sabine Hauser vom TSV Brannenburg, dem evangelischen Pfarrer Matthias Jokisch und von Anton Flunger, Leiter des Rosenheimer Anti-Drogen-Modell e.V., bestens organisiert und von der jungen Brannenburger Swing- und Jazzband Bons’009 musikalisch ausgezeichnet begleitet wurde, war vielschichtig: „Wir wollten den Kindern zum einen möglichst viele positive Anreize mit nach Hause geben. Anreize, die ihr Selbstbewusstsein stärken und sie letztendlich irgendwann vielleicht stark machen gegen die vielen Formen von Sucht, Gewalt oder Aggression“ so Anton Flunger. Zum anderen sollten laut Sabine Hauser den Kindern Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie sie in Brannenburg ihre Freizeit sinn- und verantwortungsvoll verbringen können. „Zugleich wollten wir allen organisierten und nichtorganisierten Jugendgruppen hier die Möglichkeit geben, sich einmal so darzustellen, wie sie es selbst gerne möchten“ ergänzt Pfarrer Jokisch. Marianne Steindlmüller, stellvertretende Landrätin des Landkreises Rosenheim lobte in ihrer Ansprache diesen vielseitigen Ansatz und das große Engagement für die Jugend in Brannenburg.
Dunstglocke Organisationsteam Streitschlichtzelt.
Dass Rauchen nicht der krasse Hit ist, darüber informierte ein Info-Tafel vor dem Dunstglocken-Zelt. Mit viel Engagement unterstützten die Organisatoren Matthias Jokisch, Sabine Hauser und Anton Flunger die Kinder und Jugendlichen. Im Streitschlichter-Zelt lernten die Kids, Konflikte im Gespräch zu lösen
Konzipiert war der Nachmittag als alkohol-, gewalt- und rauchfreies Spielforum, bei dem sowohl die Teilnehmergruppen wie auch die einzelnen Stationen gewinnen konnten. Die Besucher schlossen sich zu 4er-Gruppen zusammen und hatten einen Parcour von 17 Stationen zu bewältigen, in denen sich die Jugendlichen der jeweiligen Vereinsabteilung witzige Spiele und Übungen ausgedacht hatten, mit denen die Kids ihren Sport oder ihren Verein auf ganz besondere Art kennenlernen sollten. Durch Brannenburgs Bürgermeister Peter Gold prämiert wurden die Stationen der Feuerwehr, der Basketballabteilung und des Brannenburger Triathlonnachwuchses. Riesenspaß hatten die Kinder auch außerhalb des Parcours beim ganz legalen Graffiti-Sprayen und beim Steine bearbeiten mit Vertretern der Künstlerkolonie. Im Streitschlichter-Zelt der Grund- und Hauptschule wurde so manche Freundschaft wieder gekittet und in der „Dunstglocke“, dem „aufklärenden“ Raucherzelt der Realschule, haben sich hoffentlich einige ihren letzten „Glimmstengel“ angezündet.
graffiti steinarbeit feuerwehr
Ganz legales Graffiti-Sprayen war
der Hit bei den Kids.
Schon die Jüngsten waren eifrigst
bei der Sache.
Mit lustigen Spielen präsentierten
sich die einzelnen Vereine.